…wieder hier: http://www.flickr.com/photos/sandra1986/
N bissl durcheinander hochgeladen und es werden immer nur die neuesten 200 Bilder angezeigt… =)

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jaaaa ich weiss, es gab lang nix mehr zu lesen aus dem land down under, aber die zeit vergeht hier so schnell, dass es mir vorkommt, als hatte ich erst gestern einen eintrag verfasst
was ist nun alles passiert? 6 Wochen Melbourne mit jeder menge tollen erlebnissen und lieben menschen, ein waaackeliger Flug nach Adelaide und eine Faehrfarhrt nach Kangaroo Island auf eine Farm, um schliesslich in Adelaide noch 3 Tage Station zu machen um dann mit dem Cris ein Auto zu mieten und ueber die Great Ocean Road nach Canberra und zurueck nach Sydney zu fahren– das ist passiert. Aber nun alles der Reihe nach. =)
Ich hatte noch ein paar sehr schoene letzte tage auf der farm und Noel, der Farmer brachte mich dann zum Flughafen, drueckte mir noch 50 dollar in die hand und verabschiedete mich mit sehr herzlichen worten. Nach ein paar Stunden Flug und einer Stunde Zeitverschiebung landete ich in Melbourne und wurde bereits von Cris erwartet, der mich von dort abholte. Weiter ging es mit dem Shuttelbus in die Stadt zur Southern Cross Station, dem grossen Verkehrsknotenpunkt Melbournes. Nach einem anstrengenden Marsch (immerhin genau 20 kg, die ich hinter mir her ziehen musste und gefuehlten 40 kilo auf dem Ruecken) kamen wir nun endlich im Hostel an und ich konnte mein neues Reich beziehen. Ein Zimmer, was eher an ein Krankenhaus erinnert, aber dennoch okay.
Das Schoene an dem Hostel war, dass es eine wunderschoene Dachterrasse hatte, wo man die Stadt sehr gut von oben betrachten konnte und besonders abends war das ein sehr schoener Anblick. Dann ging es ersteinmal zu Starbucks einen leckeren Creme Brulee trinken und danach zu ALDI. YEAH, endlich deutsches Schwarzbrot und auch sonst ist dort alles aus Deutschland importiert. Lustig ist auch, dass man dort genauso wie in Deutschland fuer seine Einkaufstueten bezahlen muss und einen Dollar in den Einkaufswagen stecken muss. Das ist bei allen anderen Supermaerkten (ausser in South Australia) hier nicht so. Das ist dort alles umsonst. Es wird einem sogar der Einkauf von den Kassieren eingepackt und du bekommst 30 Tueten, wenn es noetig ist. Ein gutes System wie ich finde. =) An dem ersten Abend musst ich erstmal ankommen und war eigentlich gedanklich und vom Gefuehl her noch auf der Farm. Das sind immer so krasse Unterschiede, Gegensaetze und Veraenderungen in so kurzer Zeit. Eben noch die Ruhe und Einsamkeit des Farmlebens und Zack, 4 Stunden spaeter bist du in einer Millionenstadt. Um jetzt hier nicht jeden Tag so genauestens zu beschreiben, fass ich einfach mal alles ein bisschen zusammen und schreib mal so auf, was mir grad so einfaellt. Okay? Okay! – ihr koennt eh nicht widersprechen
1,5 Wochen blieben wir also in dem YHA Hostel, welches wirklich einen guten Standart hat. Leider war es immer ein recht langer Weg in die Stadt und auch etwas teuer. Danach zogen wir zu den anderen in ein zentraler gelegenes typisches Backpacker Hostel, 11 Etagen, viele Menschen, aba die schoenste Zeit die ich bis jetzt in Australien hatte. =) Das schoene am alten Hostel war, dass es direkt neben dem Queen Victoria Markt lag, ein riesiges Marktgelaende, wo man jeglichen Schrott erwerben konnte aber auch sehr guenstiges Obst und Gemuese. Es war immer krache voll dort aber lustig mit anzusehen, wie die Marktschreier ihren 1 Doller Krams loswerden wollten. Mir waren es dort zu viele Menschen auf engem Raum und so war ich dort nur 3, 4 mal im Markttreiben mit dabei. Ansonsten hiess es Sightseeing deluxe. Wir waren einfach ueberall. Die Stadt ist sooooo schoen und ich kann gar nicht sagen wo ich am liebsten war. Doch, der Federation Square war dann doch immer mein Lieblingsort, wo ich sehr viel Zeit verbracht habe, um Strassenkuenstlern zuzusehen, Musik zu hoeren, leckere Boost Drinks zu geniessen (frisch zubereitete Shakes aus Eis, Joghurt und Fruechten) oder einfach nur um alleine zu sein und das Treiben um mich rum geschehen zu lassen. Da faellt mir gleich etwas ein, was ich unbedingt loswerden muss. Stichwort Strassenkuenstler und Strassenmusiker. Ein Traum. Hier. Wirklich!. Es gibt nix schoeneres als Abends am Yarra River (der Fluss der durch Melbourne fliesst) spazieren zu gehen in einer warmen vorsommerlichen Nacht und einem Gitarristen, Saxophonisten oder Schlagzeugspielern zuzuhoeren.
Und im Hintergrund siehst du die Lichter der Hochhaeuser. Doch abends ist es ruhig am Fluss und alles was du hoerst ist die Musik der Kuenstler. Hier in Melbourne ist es so, dass alle Strassenkuenstler eine Genehmigung brauchen und vor der Stadt vorspielen muessen. Das heisst, dass sie alle wirklich beherrschen, was sie da machen und es alles sehr professionell und einfach nur schoen klingt und man sich teilweise wie in einem kleinen Konzert fuehlt. Das tolle hier ist auch, wie die Menschen auf diese Kuenstler reagieren. Sie freuen sich und bedanken sich. Ich konnte das erst gar nicht glauben, als ich sah, dass ein paar junge Leute zwischen zwei Liedern einfach zu dem Musiker hingegangen sind, ihm die Hand geschuettelt haben und sich bedankt haben, wie schoen es war ihm zuzuhoeren. Und das war ihr voller Ernst. Kein Spott, keine Ironie oder Verachtung, wie ich es auch Deutschland kenne. Nein, die Leute hier gehen offen auf die Musiker und Strassenkuenstler zu und unterhalten sich fuer eine Weile mit ihnen und sind einfach nur froh, dass es so was gibt. Manche Leute tanzen auch einfach zu der Musik und haben ihren Spass dabei und es ist alles ehrlich gemeint und diese Leichtigkeit springt direkt auf einen selbst ueber. Ahhhhhh, es war einfach nur toll, ich kann das gar nicht so genau beschreiben, das muss man echt erlebt haben. Weil einfach alles stimmt, die Armosphaere, die Menschen, die bekannten Melodien und einfach der Zauber dieser Stadt. Manchmal ist es auch einfach nur lustig, wenn du abends um Mitternacht noch am Fluss sitzt, bei 23 Grad und der Gitarrist „A merry merry christmas and a happy new year…“ spielt. Aber das hat auch etwas. Oder wenn ein einsamer Mann mit Gitarre in einer Bahnhofsunterfuehrung „Knocking on heavens door“ spielt, da bekommt man schon Gaensehaut. So, jetzt hoer ich aber auf davon zu schwaermen, es ist einfach nur herrlich. =) Das werd ich sehr vermissen… Soooooo, anderes Thema. Zwischendurch jetzt mal ein paar Informationen zum Wetter. In Melbourne gibt es jeden Tag anderes Wetter. Deshalb heisst es hier auch oft, „ 4 Seasons in a day“, also alle 4 Jahreszeiten sind an einem Tag moeglich und das stimmt auch sehr oft. Ich habe nie erlebt, dass mal ein paar Tage hintereinander das gleiche Wetter war. Ein Tag war es super schwuel, ueber 30 Grad und am naechten Tag war es 15 Gard kuehler und neblig und regnerisch, am Tag danach wieder prallste Sonne. Gab es mal 2 Tage keine Sonne, konnte man sicher sein, dass spaetestens am dritten Tag die Sonne scheint. So hatten wir hier fast alle Wetterverhaeltnisse, die es gibt, auch heftigen Regen und Gewitter. Aber gerade die letzten paar Wochen war es dabei immer recht warm und auch abends und nachts noch herrliches T-Shirt Wetter, sodass ich im kurzen Rock unterm Stadt-Weihnachtsbaum nachts posieren konnte. =)
Es wird eben Sommer hier. Die vorweihnachtliche Stimmung geht dabei voellig verloren und die komplette Weihnachtsdekoration in den Geschaeften und in der Stadt wirkt sehr surreal und total fehl am Platz. Ich kann gar nicht glauben, dass es jetzt nur noch knapp 2 Wochen sind bis Weihnachten. Das geht irgendwie dieses Jahr an mir vorbei. Das ist schon recht komisch, wenn du bei 30 Grad in den Supermark gehst und dir dort lautstark alle moeglichen Weihnachtslieder entgegentraellern. Da fuehlt man sich schon ein wenig wie im falschen Film. Uebrigens so Schokoweihnachtsmaenner und tausende von weihnachtlichen Schokoartikeln gibt es hier nicht. Im Aldi gab es ein paar Schokiweihnachtsmaenner und im Myers (ein teures und edles Kaufhaus hier). Aber sonst gibt es viel Plumpudding und ganz viele andere Sorten von weihnachtlichem Kuchen und Keksen, aber dennoch nicht annaehernd vergleichbar mit dem Angebot in Deutschland. Was mir immer wieder auffaellt, dass die Australier wohl am liebesten auf Toblerone, Ferrero, M&Ms und Lindt-Produkte stehen. Das findest du an jeder Ecke… In der Stadt selber stehen mehrere grosse Weihnachtsbaeme, aber alle aus Plastik und etwas kitschig. Da fehlt eindeutig der Geruch einer echten Tanne. Aber sie geben sich Muehe. Naja, es ist schon interessant mal mitzuerleben, wie es sich so anfuehlt Weihnachten mitten im Sommer zu feiern und an jeder Ecke Werbungen mit FRUEJHAHRSangeboten, verziert mit einer Weihnachtsmuetze und Tannengruen zu sehen. Schon witzig hier. =)
Melbourne – so viel zu sehen und vor allem so viel verschiedenes. Du hast hier das Leben und die Hektik der Grossstadt um dich und in wenigen Minuten kannst du inmitten einem grossen Park sein und hoerst nix mehr von dem Laerm der Stadt und hast absolut deine Ruhe. Wir waren im Botanischen Garten, am Kriegsdenkmal, im Albert Park, der einen grossen See beinhaltet, um den die Formel 1 Strecke Melbournes fuehrt. Da gibt es auch eine lustige Geschichte zu. Cris und ich machten uns auf den Weg, um eben zu dieser Formel 1 Strecke zu gelangen. Wir standen an dem See und darum gibt es ganz viele Sporthallen und ein grosses Schwimmbad und ich dachtte, hier kann niemals irgendwo eine Strecke sein, also so viel Platz fuer eine gesamte Rennstrecke. Cris hatte seinen Laptop mit und also befragten wir Dr Google. Naja, wie man sich eigentlich schon denken kann, stellten wir fest, dass wir uns bereits inmitten dieser Formel 1 Strecke befanden. Denn die Strasse fuehrt genau um den See herum und wird als ganz normale Strasse benutzt fuer den ganz normalen Verkehr. Mh, naja, etwas peinlich, aba okay, wir hatten unser Zier erreicht.
So liefen wir noch zum Start/Ziel und genossen die Aussicht auf die Skyline Melbournes.
Melbourne hat auch super schoene Straende. Der beruehmteste ist wohl der St. Kilda Beach. Ein wirklich schoener Stadtstrand. Dort konnten wir auch an einem Abend kleine Pinguine (die kleinsten der Welt) und riesen Wasserratten beobachten. Dann gibt es noch den South Melbourne Beach, auch sehr schoen, von dort legt die Faehre rueber nach Tasmanien jeden Abend ab. Einmal bin ich mit der Mareen 12 km am Strand entlang gelaufen zum Middel Brighton Beach, wo es wunderschoene bunte Strandhaeuser gab. Ein wahnsinns Anblick, da hat sich das Laufen echt gelohnt. Einen Abend bin ich auch mit dem David nach Sandringham mit der Metro gefahren, nur 30 Minuten und man kam sich vor wie ganz weit weg. Es war ruhig, ein langer Sandstrand, grosse Sandsteinfelsen und einfach eine sehr ruhige Landschaft. Ganz im Hintergrund am Horizont konnte man die Lichter der Stadt sehen und man wusste, dass man doch noch in Melbourne ist. Es war traumhaft, bis auf die 10000000 Muecken.
Ein grosses Highlight war auch mein geliebter Eureka Tower, das hoechste Wohngebaeude der Welt. Schwupps warst du im 83. Stock und hattest eine atemberaubende 360 Grad Aussicht ueber Melbourne. Das Cricket-Stadion, die Rod Laver Arena (Australian Open), die Flinders Station, die Docklands, Yarra Edge, der Federation Square, und die Aussicht auf die Straende waren dabei nur ein paar tolle Sachen, die man aus der Hoehe sehen konnte. Und wenn man dann noch den Sonnenuntergang von dort oben sehen kann und so langsam die Lichter der Stadt angehen und ploetzlich alles dunkel ist und man die Hochhaeuser mit tausenden erleuchteten Fenstern sehen kann – Melbourne, ich liebe dich! Ja, das ganze Leben, fast schon ein bisschen Alltag in den 6 Wochen war schon sehr schoen in Melbourne und ich hab jede Minute davon genossen. Ach ja gearbeitet hab ich dort auch ein wenig
War in einer Konditorei und hab Essen zubereitet, bedient und mindestens eine Million mal „How are you?“ sagen muessen…
war ganz witzig und fuers Englisch sprechen wars auch sehr gut und mit 15 Dollar pro Stunde cash auf die Hand auch ein recht guter Verdienst. Dann hab ich noch sehr viel Zeit mit dem David und dem Manu und dem Cris verbracht, wir kannten uns ja alle bereits aus Brisbane. Momente, die ich nie vergessen werde, lustige Abende, ellenlange Nachtspaziergaenge mjt David und viel zu lachen. Danke Jungs! =)
Das Party machen kam auch nicht zu kurz und ich konnte endlich mal wieder zu guten deutschen DJs bei der Strawberry Field Festival Aftershowparty eine Nacht durchtanzen. =) Doch leider gingen die 6 Wochen zu schnell vorbei und schon hiess es Abschied nehmen. Es wird aber definitiv nicht das letzte mal gewesen sein, das ich in dieser Stadt war… =) Nachdem ich stolz war all meine Klamotten wieder in meine Tasche verpackt zu bekommen und es irgendwie genau auf 20 kg geschaftt hab ging es mit dem Bus 1 Stunde zum Melbourne Avalon Flughafen, der wohl eher an einen Flugplatz erinnert.
Naja eine Stunde spaeter befand ich mich nach einem sehr unruhigen und sehr wackeligem Flug in Adelaide. Eigentlich hat man bereits aus der Luft das wichtigste der Stadt schon gesehen, wie ich jetzt im Nachhinein feststelle.
Weiter ging es 2 Stunden mit dem Bus nach Cape Jervis, wo die Faehre nach Penneshaw auf Kangaroo Island uebersetzt. 45 Min. spaeter war ich auf der Insel und ein sehr freundlicher aelterer Mann namens Scott wartete schon auf mich. (Er erinnert mich an Gandalf aus Herr der Ringe, graue Haare, Bart und die slebe Stimme und Gestik ;D) Auf der Farm angekommen befand ich mich erstmal im Kulturschock. Nach 6 Wochen Big City Life war das erste was ich sah unsere Huette und ein 50 Meter weiter entferntes Plumsklo. Herzlichen Glueckwunsch. Was noch dazu kam, weder Internet-, noch Handyempfang. HILFE!!! Melbourne, ich vermisse dich jetzt schon! Das Haus der Familie befand sich ungefaehr 15 Minuten zu Fuss entfernt. Liz und Scott, beide ueber 60, leben seit 20 Jahren auf der Insel und haben sich alles dort alleine aufgebaut. Dafuer ist es sehr schick geworden und das Haus fliesst direkt mit der Natur zusammen, das heisst, es faellt kaum auf, dass da Menschen wohnen. Zum Glueck befanden sich in der Woche, in der ich da war, noch 4 andere Leute mit mir dort. 2 Paerchen, Tessa und Eric aus dem franzoesischem Teil der Schweiz und Lorie und Vivien aus Paris. Das machte den naechtlichen Spaziergang mit Taschenlampe zur Huette weniger unheimlich. =) Das Prinzip vom WWOOFEn besteht darin, umsonst zu wohnen und Essen zu bekommen und dafuer 4, 5 Stunden am Tag zu arbeiten.(wie bereits auf der Farm in Rockhampton) Also ging es am naechsten Tag gleich los mit schuften. Jeden Tag gab es etwas neues zu tun. Meine Aufgaben wechselten von Pfanzen umtopfen, Gartenarbeit, Wege gestalten, Schafscheisse wegschippen, 500 Buecher sortieren bishin zur Raumumgestaltung. Teilweise war es sehr harte Arbeit, hat aber auf jeden Fall Spass gemacht. Jeden Morgen um 7 aufstehen war dann aba mal wieder nicht so nach meinem Geschmack.
Das Essen war jedoch wieder mal ein purer Genuss. Jeden Tag zwei warme Mahlzeiten, frisches Gemuese, jeden Abend BBQ, hausgemachtes Brot und Wein, frischer Kuchen, hach ein Traum fuer Backpacker. =) UND ich bin jetzt ein Fan von Vegemite.
Jaaa, wirklich. Frisches Brot, Butter und ganz duenn Vegemite, soooooo lecker. =) Es schmeckt eben salzig und sehr herb, aba die Menge machts. Ich hab es echt jeden Abend freiwillig gegessen. Liz und Scott waren wirklich beeindruckt. Und sonst so? Kangaroo Island ist eine wunderschoene Insel, eben sehr viel Natur. Ich habe an meinem Privatstrand sehr viele Delphine springen sehen, das war toll. Ganz nah am Strand, 50 meter und naeher. Ein toller Moment. Die Landschaft ist sehr rau und felsig und eben im Innern sehr viel Buschland und unzaehlige Kangaroos. Und diesmal wunderschoene Exemplare sogar. Tiefbraun, flauschig und huebsch. Die Wallabys kamen sogar immer ganz nah ans Haus ran und man konnte sie mit Moehren und Salat fuettern. Das ist schon echt einmalig. Das tollste Erlebnis war jedoch mit Babykangaroos zu spielen und zu kuscheln. Nachbarn von Scott und Liz, sprich man musste 30 Minuten zu ihnen hinlaufen, zogen gerade zwei Kangaroos gross (die Mutter war verstorben und sie haben sie gefunden nahe am Haus) und wir durften sie oefter mal besuchen. Herrlich, so was suesses hab ich lange nicht mehr gesehen. Die brauchen ja den Beutel als zu Hause, also wird einfach eine Einkaufstuete genommen und darin huepfen die Kleinen dann als Unterschlupf. Ein drolliges Bild. Und verschmust sind kleine Kangaroos, schlimmer als Hunde. Ey, das war echt soooo suess! Kangaroo Island hat aba noch mehr zu bieten. Seeloewen, Pelikane, Pinguine und eben eine Menge Wildlife. UND ganz viel Krabbelzeugs, RedBacks und Schlangen inklusive und grosse Spinnen in der Huette., Riesenameisen (Aua!) und eben alles was nur irgend kriechen und fliegen kann. Und eben auch sehr viel Ruhe und Einsamkeit. Nach einer Woche hat es dann aba auch gereicht und ich hab mich sehr auf Adelaide und Kontakt zur Aussenwelt gefreut. Scott erzaehlte jeden Abend viele Geschichten und dabei war auch, dass der Legende der Aboridginals nach, Kangaroo Island die Insel sei, wo alle verstorbenen Seelen hingehen. Ja, so hat man sich dann auch manchmal gefuehlt.
Ueberhaupt war es schoen, abends noch lange mit allen zusammenzusitzen, Aboridginalmusik zu hoeren und den Stories von Liz und Scott zu lauschen. Sehr liebenswerte Menschen. Danke fuer die vielen neuen Erfahrungen, die langen „Smokos“ und die Geduld fuer manch typisch europaeische Eigenart, wie Liz immer sagte.
Naja, nach einer sehr kalten letzten Nacht in der Huette (auf Kangaroo Island sind es immer so 8 Grad kaelter als aufm Festland) , ging es an einem strahlend schoenen Morgen zur Faehre, wieder wurde man sehr herzlich verabschiedet und 3 Stunden spaeter war ich wieder in Adelaide. Hab mir dann ein Hostel gesucht (in meinem Zimmer wieder nur Franzosen, ich mag den Akzent nicht,wenn Franzosen Englisch sprechen) erstmal einen kleinen Stadtbummel gemacht und bei 30 Grad „Last Christmas“ aus den Boxen der Shoppingmeile mitgesungen.
Am naechsten Tag kam dann Cris auch von seiner Farm zurueck und wir sind noch mal alles angelaufen, was es hier so zu sehen gibt. Waren sogar im South Australia Museum. Ganz nett, aba eben n Museum,ne. ;D Adelaide ist klein und 2 Tage reichen definitive um alles zu sehen. Den dritten haben wir dann noch mit einem Strandausflug verbunden und haben unser Auto gemietet fuer 6 Tage. Juhuuuuuu =)=) Morgen geht es los Richtung Great Ocean Road, zu den Grampians, Mc Kenzie Wasserfall, Melbourne (nur ganz kurz mal die Formel1 Strecke abfahren;D), der Hauptstadt Australiens Canberra, und am 21.12. sind wir dann in Sydney. Da wo meine Reise begann… Dann sind 3,5 Monate vergangen und es kommt mir vor, als waer ich gestern erst in das Flugzeug in Berlin gestiegen. Die Zeit hier rast und ich bin grad einfach nur gluecklich, jeden Tag wie ein Abenteuer zu erleben und einfach frei zu sein… Ich werde definitiv laenger als ein halbes Jahr in Australien bleiben, so viel kann ich euch jetzt schon mal verraten. Muss doch mein einmaliges Visa ausnutzen… =)
So, jetzt geht’s es noch mal durch die Strassen Adelaides bummeln, um die bunte und grosse Weihnachtsdeko auch mal nachts erleuchtet zu sehen, und das in einer warmen Sommernacht… =)
Ich denk an euch ihr Schneemaenner und Schneefrauen, wuensch euch wunderschoene Weihnachten, ein bisschen vermiss ich diese gemuetliche Zeit und den Schnee ja doch, mit allem drum und dran… Also geniesst es und macht es euch schoen, ja?! Egal wo ihr seid… ich denk an euch und vermisse euch… Merry Christmas!
Jaaaa, mir gehts supi und ich koennte grad die gesamte Welt mitm Rucksack entdecken. =)
Wie so oft, war es richtig auf meinen Bauch zu hoehren und bis Donnerstag zu warten um auf die Farm, 20 km von Rockhampton entfert zu gehen. Die letzten Tage in Rocky waren sehr ruhig und es tat mal gut, ein wenig zu entspannen und den Tag ruhig angehen zu lassen. Ob ihr es glaubt oder nicht, reisen ist anstrengend. Immer unterwegs zu sein, zum 100sten mal zu packen, zu organisieren, zu schleppen… Jaaaaaa, ein wenig Mitleid bitte
Naja nur leider spielte das Wetter nicht so ganz mit und wie ich schon mehrmals hier feststellen musste, schlaegt Regen hier doppelt auf die Stimmung als in Deutschland. Wir (Cris, der mit mir nach Fraser Island nach Rocky gekommen ist und ich) machten trotzdem das Beste draus.
Einen Tag fuhren wir zum Meer, weil wir es leid waren, immer nur die eine tolle Hauptstrasse entlang zu laufen und alle Geschaefte des Stockland Shoppingcenters zum x-ten mal zu begutachten. In Yappoon, einem kleinen Dorf an der Capricorncoast (Steinbockkueste) angekommen, trafen wir Thomas und Theresa zufaellig wieder, die mit ihrem Auto dort einen kurzen Stopp machten, um weiter gen Norden zu den Whitsundays zu fahren. Highlight des Tages waren kostenlos ergatterte Ananas, weil in dem Oertchen gerade ein Pinefest (zu Ehren der Ananas?) war. Sogar ein Wagen der Parade kam mit einer riesen Deutschlandflagge entlanggefahren, um an das Oktoberfest hier zu erinnern. Damit wirste hier an jeder Ecke konfrontiert, mit diesem doofen Oktoberfest. Mehr verbinden sie hier mit Deutschland nicht
Noch ein wenig chillen am Strand und schon ging es zurueck in das ruhige Staedtchen, was nun fuer eine Woche mein zu Hause werden sollte. Die restlichen Tage verbrachten wir mit Shopping, Weihnachtsartikel durchstoebern, Essen und Internet. Trotz alledem war es im Nachhinein nicht schlecht in Rockhampton zu sein, es ist eben mal eine typische australische Kleinstadt mit nur sehr wenigen Touris, und alle die in unserem Hostel waren, blieben nicht laenger als eine Nacht, eben eine Durchreisestadt. Am Mittwoch Morgen brachte ich Cris zum Flughafen, der sich zurueck nach Brisbane begab, um dort nach nem Job Ausschau zu halten. Lustig war, dass kein Bus direkt bis zum Flughafen faehrt. Wir wurden einfach 500 Meter davor in der Pampa entlassen und durften dann zu Fuss den restlichen Weg laufen. Und das im Regen, jedoch bei 25 Grad, das laesst sich aushalten
. Ich wartete noch bis zum Start und als ich das Flugzeug so davonfliegen da, war es wieder da. Das schoene Gefuehl von Fernweh, Freiheit und Reisen. Waer am liebsten auch eingestiegen, aber erts einmal erwartete mich ja noch das Abenteuer „Farm“ =).
Als ich am letzten Tag, bevor es auf die Farm ging auf einer Bruecke stand, um ein wenig dem ekelichen braunen Fitzroy-River, der durch Rockhampton fliesst, zuzuschauen, kam mir ein australischer Arbeiter mit Leuchtweste entgegen. Mit einem Laecheln, das bekommen selbst die Chinesen nicht hin. Mit offenen Armen kam er auf mich zu und zeigte mir auf einem Baum das Papageien-Baby, welches gerade von der Mama gefuettert wurde. Soo suess. Er erklaerte mir alles ueber das Verhalten der Papageien und erzaehlte von sich und was er so macht. Ich nickte immer hoeflich und als er dann wusste das sich aus Deutschland komme, meinte er zu mir, ich koenne sehr gut Englisch sprechen. Da ich bis dahin nur 2 kurze Saetze gesagt hatte und ansonsten nur genickt hab, nehm ich jetzt mal an, das sich sehr gut englisch nicken kann.
Aber was das tolle war, dieser Mensch war so sympathisch und so offen und hat einfach locker erzaehlt und so, als ob wir uns schon ewig kannten. Find mal in Deutschland jemanden, der auf einen zukommt und einem einfach etwas Schoenes zeigen moechte und sein Wissen teilen moechte. Als er ging, kam er nochmal zurueck und fragte mich ob ich mit zum Abendessen kommen moechte zu ihm nach Hause. Es fiel mir so schwer und ich hatte soooo Hunger, aber dann kam doch meine deutsche Vorsicht und Voreingenommenheit heraus und ich lehnte dankend ab. Schade eigentlich.
Am naechsten Morgen war es dann endlich soweit und ich wurde von Noel, dem Farmer abgeholt. Zur Begruessung umarmte er einen gleich herzlich und ich wusste, dass ich ihn mag. Nach ein paar Besorgungen ging es nun ueber Stock und Stein zur Dovecot Cattle Station, einer typischen australischen Rinderfarm. Ich hatte bis dato sehr viel schlechtes gehoert von Farmen, umso mehr ueberrascht und erleichtert war ich, als ich das Haus und die gesamte Umgebung sah. Sehr chic und sehr modern. Und das beste war, nach 5 Wochen endlich mal wieder ein eigenes Zimmer zu haben, ohne schnarchende Chinesen und komische Englaender. Ein Zimmer nur fuer mich – Luxus pur =) Kaum ausgepackt ging es auch schon an die Arbeit. Raus aufs Feld, wo schon die Rinder warteten. Mein Job war es, allen Tieren auf den gesamten Ruecken blaues Gift zu spruehen, das die Fliegen und Zecken fernhalten sollte. Kein leichtes Unterfangen. Ausserdem mussten die Hoerner gestutzt werden, was ich aber zum Glueck nicht selber machen musste. Es steckt schon eine Menge Kraft in den Tieren,wenn sie sich versuchen zu wehren. Anschliessend ging es mit Noel und Pauli (ein 19 jaehriger Franzose, der ebenfalls mit mir auf der Farm arbeitet) mit dem Auto raus aufs Gelaende, um ein paar Pflanzen mit Gift zu bespruehen, da diese wie Unkraut wachsen und giftig fuer die Rinder sind. Das Gelaende umfasst uebrigens insgesamt 9100 Hektar. Also man fuehlt sich definitiv nicht eingeengt.
Danach gab es das wohl verdiente sehr leckere Abendessen (endlich mal wieder Kartoffeln und noch dazu Suesskartoffeln, ein Traum) und ich fiel muede aber gluecklich in mein Bett. Ich bin echt froh, eine so tolle Farm erwischt zu haben. Wer lebt eigentlich noch alles hier? Also wie schon erwaehnt, Noel, der Farmer, seine Frau Pat, der Sohn Loui mit seiner Freundin Jourunn (eine Deutsche Backpackerin, die aba nun schon seit 3 Jahren mit Loui hier lebt) und die 4 Hunde, Bobo, Dingo Dexter, Ellie und mein absoluter Liebling, in den ich mich sofort verliebt habe: Ruby(siehe Fotos). Und natuerlich unzaehlige Rinder (Noel wusste selber nicht wie viele, ala ich nachfragte), Spinnen, Froesche und alles was nur irgendwie krabbeln und summen kann. Aber komischerweise stoert es mich nicht so sehr, als ich dachte. Ich geh inzwischen auch barfuss durch meterhohes Gras, die Schlangen werden schon nicht angreifen
Am ersten Morgen auf meiner Farm ging es mit Loui und Jourunn zu einem Viehmarkt nahe Rocky, da neue Rinder gekauft werden mussten. Das war schon eine etwas seltsame Erfahrung. Zig Rinder zusammengefercht und viele Cowboys und Farmer, die fuer die billigsten Rinder bieteten. Wieder auf der Farm angekommen durfte ich mit dem Motorbike ne Runde drehen und die Hunde dabei mitnehmen. Anschliessend hab ich auf nem echten Didgeridoo, einem Instrument der Aborigines, mein Glueck versucht, doch es klang eher wie n Keuchhusten. Da es Freitag Abend war, fuhren die gesamte Familie und ich nach Rockhampton in einenen irischen Pub zum Abendessen. Danch besuchten wir noch ein Steakhouse, was aber zu meiner Verwunderung im Hinterhof eine grosse Rodeo-Arena verbarg. So schauten wir uns knapp 2 Stunden das Treiben an, wie die Cowboys von den Tieren durch sie Arena geschuettelt wurden. Niedlich war, wie die ganzen Kinder im Westernlook mit ihren grossen Bruedern oder Vaetern mitfieberten und selbst schon das Rodeoreiten uebten.
Um jetzt hier nicht jeden Tag in allen Einzelheiten zu beschreiben, fasse ich die naechten Tage mal ein wenig zusammen. Am Wochenende fuhren wir mit dem Boot auf einen Fluss hinaus zuim Angeln. Eine Story dazu: Ich war ja noch nie in meinem Leben Angeln, also hier das erste mal. Naja und ich wartete nun auf meinen ersten Fang. Jedoch hatte ich keinen Fisch dran, sondern eine kleine Schildkroete. Sie konnte aber gerettet werden und seitdem nennen sie mich hier nur noch den Turtle Killer.
Naja sonst fand ich jetzt angeln nicht so spannend und eher sehr langweilig. Zu Hause angekommen musste ich einem kranken Bullen, dessen hinteres Knie warscheinlich gebrochen ist ne Spritze geben und mit Heu fuettern. Ist schon ein beeindruckendes Erlebnis, so einem riesen Tier so nah zu sein und einen so grossen Kopf zu streicheln. Das eigentliche Highlight des Wochenendes war allerdings, dass ich einen echten australischen Truck fahren durfte. Das war mal ein richtig schoenes Erlebnis. Im Sonnenuntergang ging es uber das Gelaende der Farm und ich konnte mich wie ein echter Truckdricvver fuehlen. Ausserdem besuchten wir noch die Grosseltern von Loiu, die einen auch gleich sehr herzlich aufgenommen haben.
Was mach ich sonst noch hier? Bagger fahren, Rost von allen moeglichen Teilen abschleifen, Loecher bohren, gefuehlte 3487647 Naegel und Schrauben bearbeiten und all sowas handwerkliches. Nach der 2. Schraube dacht ich mir uebrigens, danke, das reicht.
Ach ja, Reiten durfte ich uebrigens auf einem wunderschoenen Pferd, und das ging sogar sehr gut. Ich bin eben ein Allround-Talent. =)
Aber jetzt wieder zu den wirklich tollen Dingen hier, die ich erlebe. Es ist wunderschoen, wenn du abends aus Rockhamton zurueck auf die Farm kommst und einfach nur diesen kleinen friedlichen Ort vorfindets und gleich von 4 super lieben Hunden begruesst wirst. Also schnappte ich mir an diesem Abend die
Hunde und ging mit ihnen ein weites Stueck . Es war herrlich. Sonnenuntergang, am Horizont die langsam sichtbarwerdenden Lichter der Stadt, Kangaroos, die ganz dicht an einen heran kamen und dann davon huepften (das ist so toll anzusehen) und einfach nur mit den Hunden zu spielen. Als ich an diesem Abend dann zurueck auf die Farm kam, sah ich das riesige Sternbild des Skorpions, es war traumhaft. Das bewundere ich ab jetzt jeden Abend. Und als ich dann in meinem Bett lag, konnt ich auch noch das Kreuz des Suedens sehen. Aus meinem Fenster seh ich nachts uebrigens nur Sterne und Schwarz. Da moechte man am liebsten gar nicht einschlafen und nur die Sterne anschauen und die Ruhe geniessen. Doch leider geht das nicht, denn halb 7 klingelt der Wecker, wie jeden Moreg hier. Das ist ja mal gar nicht meine Zeit. Aber man gewoehnt sich dran, abends um 9 ist dann auch schon Bettruhe und ich schaff es grad immer so noch ein bisschen im Internet zu sein, um E-Mails zu schreiben und ein bissl zu schauen. Dann bin ich wirklich muede von den vilen Eindruecken des Tages und der Arbeit.
Mir geht es wirklich super hier und ich geniesse meine restlichen Tage auf der Farm. Der Tag beginnt fuer mich damit, Heu und Wasser zu einem kranken Bullen zu fahren, genauso wie jeden Abend auch. Es gibt immer herrlich frisches und leckeres gesundes Essen, ich entdecke jeden Tag neues. Zum Beispiel liebe ich frische Maraquja (is ja nich so als ob wir die in Deutschland nicht haetten, hab ich trotzdem vorher noch nie gegessen und im Garten wachsen sie bei uns auch nicht) und ich gewoehne mich langsam an Erdnussbutter. Die Australier ernaehren sich teils nur von diesem klebrigen Zeugs. Ich lerne viel ueber die Natur und bestaune taeglich meine geliebten australischen Windmuehlen. Ich find die toll.
Ein Leben wie im Schlaraffenland und doch koennt ich hier nicht fuer immer leben. Es kommt mir immernoch teilweise vor, wie auf einem riesigen Abenteuerspielplatz, alles so aufregend neu und soo anders im Vergleich zu meinem Leben. Trotz all der schoenen Seiten hier, ich vermisse die Stadt, pulsierendes Leben, Laerm und Menschen. Wohnen koennt ich hier nicht. Aber ich moechte die Erfahrung der 2 Wochen hier auf keinen Fall missen.
Wie geht es nun weiter? Ich fliege am Mittwoch nach Melbourne und werde dort sogar vom Flughafen abgeholt. Cris und Mareen aus Brisbane sind ebenfalls dort und ich werde schon erwartet. =)
Dann geht es entweder auf Jobsuche, Fruit-Picking waer jetzt mal nicht schlecht oder einfach erstmal in Ruhe die Stadt anschauen. Freu mich voll drauf. Dann moecht ich ein Auto mieten und mit 2,3 Leuten die Great Ocean Road entlang fahren bis nach Adelaide. So der Plan, aber wie wir ja wissen, kommt es immer anders als man denkt, besonders, wenn man auf Reisen ist…
Ich bin hier, voll und ganz und manchmal wuenscht ich mir, ich koennte fuer immer so weiter reisen… es ist ein tolles Leben, was mein Gefuehlsleben jedoch nicht einfacher macht…
Ich denke an euch, vermisse euch und melde mich bald wieder, vor allem hoffe ich dass in Melbourne mein Handy wieder geht, ich denke der doofe Billig-Adapter hat seinen Geist aufgegeben und so kann ich mein Handy nicht mehr aufladen…
Ferne Gruesse in die Heimat, getragen von dem schoenen Duft der Freiheit und der Schoenheit des Unbekannten…
Wie immer neue Fotooos hier: http://www.flickr.com/photos/sandra1986/
Leider kann ich erst wieder im November Fotos dort hochladen, weil ich meien Kontingent ueberschritten hab. Naja, aba November ist ja bald…
Eure Sandra
Nach fast 5 Wochen kann ich nun sagen, dass ich mich hier angekommen fuehle. Ich hatte letzte Woche zum ersten mal das Gefuehl, wirklich in Australien zu sein. =) Aber nun erstmal ein bisschen, was ich alles noch so erlebt hab.
Ich hatte noch ein tolles Abschiedswochenende in Brisbane. Seit langem mal wieder Tanzen gewesen und so das Nachtleben und die Feierlaune der Australier kennengelernt. Sie sind alle super gut drauf und nett, aba die fangen hier schon immer am spaeten Nachmittag an zu trinken und sind dann also schon sehr frueh gut dabei. Um 22 Uhr ist vor der Disco schon eine riesen Schlange, da stehen manche bei uns in Dtl. erst mal auf.
Am Sonntag ging es mit Mario und seinen Kumpels zu einem BBQ mitten in Brisbane an der Southbank. Leider mit Regen, aber war trotzdem sehr lecker. Das ist so toll, es gibt an einigen Stellen in den Staedten und auf Rastplaetzen grosse Grills, die jeder frei nutzen darf.
Am Montag wurden wir abgeholt von Axel, der mit seinem 4WD Offroad Jeep bestens ausgeruestet war fuer einen Trip nach Fraser Island, denn so lautete ja das naechste Ziel. In Rainbow Beach, von wo aus die Faehre nach Frazer uebersetzt, angekommen, trafen wir uns noch mit zwei Jungs, die sich uns und dem Auto anschlossen, da ihr eigenes fuer so eine Tour nicht geeignet war. Schnell noch einen leckeren Kangaroo Pie gegessen (Blaetterteig mit Hack-Fuellung und Kangaroo Fleischstueckchen) und schon ging es ab durch den Sand Richtung Faehre. Nur leider blieb das Auto schon das erste mal im Sand stecken, noch bevor man Frazer ueberhaupt aussprechen konnte. Naja war auch egal, denn die letzte Faehre rueber zur Insel hatten wir eh schon verpasst und so mussten wir am nahe gelegenen Campingplatz unsere Zelte aufschlagen. Da es hier sehr zeitig dunkel ist, geschah das Zelt aufbauen und das Kochen im dunkelsten Schwarz und tausend Krabbelviechern und Geraeuschen. Durch die Dunkelheit kam es einem um 7 schon so vor wie um 11 und so werd ich hier zum richtigen Frueh-Schlafen-Geher
Trotzdem konnt ich noch lange nicht einschlafen und lag wach im Zelt und hoerte den Gerauschen der Nacht zu. Irgendwas krabbelte um unser Zelt und versuchte die ganze Zeit daran hoch zu krabbeln. Und als ich meine Hand an die Zeltwand gehalten hab, hat man das Tier richtig gespürt, was immer es auch war.
Am naechsten Morgen nahmen wir gleich ganz frueh die Faehre und 15 Min spaeter befanden wir uns schon auf der groessten Sandinsel der Welt. Und zum ersten mal sah ich Delphine ganz nah, meistens ihre Flossen, aba ich hab auch einen gesehen, der ganz aus dem Wasser gesprungen ist. Das war echt ein beeindruckender Anblick. Aber auch irgendwie so unwirklich, wie in einem Film. Und ab ging es, den ca. 150 m breiten Strand entlang zu heizen und ihn teilweise wie eine Art Autobahn zu erleben. Es macht irre Spass mit 80 auf dem Sand entlang zu fahren und einfach kilometerweit vor dir kein Ende zu sehen und nur selten mal ein, zwei Autos, die dir entgegenkommen. Und eben auch selten mal Menschen. Vereinzelt standen Angler im Meer, ganz einsam, nur umgeben von der Gischt des Meeres. Ein traumhafter Anblick. Hab ich eigentlich schon erwaehnt, dass wir geilstes Wetter hatten?! Sonne pur, warm, strahlend blauer Himmel – endlich! So wie man sich Australien eben vorstellt =) Unsere erste Station war Lake Mc Kenzie, der schoenste und groesste Suesswassersee der Insel. So blaues Wasser und so weissen Sand hab ich noch nie gesehen, einfach traumhaft. Leider etwas zu viele Menschen dort und so ging es weiter zum naechsten See, Lake Wabbey. Hier dacht ich abermals, dass mir jetzt jemand fehlt, mit dem man diesen Anblick geniessen und teilen kann. Und so ging es danach weiter zum naechsten Campingplatz, da aber leider die Flut uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und es zu gefaehrlich wurde am Strand entlang zu fahren, suchten wir uns einfach einen Platz hinter den Duenen direkt am Meer.
Ich – Ausgestigen – zum Meer runter und als ich da stand, alleine, ellenlanger Strand rechts und links und vor mir das Meer und hinter mit der Sonnenuntergang (und fleissige Jungs, die derweil das Zelt aufbauen konnten) – da wusste ich zum ersten mal: ja du bist angekommen, hier in Australien und es fuehlte sich zum ersten mal auch so an wie Australien. Das Meer, das Licht, die immer mehr sichtbar werdenden Sterne, alles hat gepasst und der Augenblick war perfekt. Ich haette ewig an dieser Stelle bleiben koennen. Ein bisschen Lagerfeuer und lecker Nudeln(mal wieder) und n lustigen Abend hatten wir dann auch noch, bis es anfing zu regnen und ich tatsaechlich schon um 22 Uhr im Schlafsack lag.
Tag 2 unserer Abenteuertour startetet wieder mit schoenstem Sonnenschein. Auf ging es zu einem alten Schiffswrack, zu den Pinnacles, den Champagne Pools, ins Happy Valley (Ansammlung von 4 Haeusern) den Indian Heads (von dort aus konnte man gut ueber das Meer schauen und ich hab tatsaechlich sehr viele Waalflossen gesehen, die immer wieder auf das Wasser aufpeitschten). Dann sind wir einmal quer durch die Insel gefahren bzw. Geholpert zur Westkueste. Im Inneren der Insel befindet sich ein riesen Dschungel, man fuehlt sich wirklich wie bei Tarzan und Jane. Am anderen Ende angekommen, hatten wir wohl eine nicht so schoene Stelle erwischt, dort hat es mir nicht gefallen, es sah irgenfdwie nach Tod aus. Naja aba einen Kookaburra konnte ich von ganz nah sehen. Und so ging es den ganzen Weg wieder zurueck und schliesslich abends auf einen wirklichen Campingplatz.
Am 3. Tag fuhren wir nochmal zu einem See, Allom, der ganz vielen kleinenSchildkroeten ein zu Hause bot. Zum Sandi Cap (Spitze der Insel) haben wir es leider nicht mehr geschafft, aba vielleicht auch besser so, weil dort selbst erfahrene Ranger mit den Wegen und Felsen und dem Fahren so ihre Probleme haben. Also ging es nochmal mit Vollgas den Strand entlang und zurueck nach Rainbow Beach. Wir hatten Glueck und die 2 Jungs nahmen uns mit ihrem Auto mit nach Rockhampton. Durch die Kleinstadt Gympie (grosse Mc Donalds Orgie nach 3 Tagen nur Nudeln) ging es nach Childers, wo wir mal wieder unser Zelt aufschlugen, direkt neben einer Rodeo-Bahn. Am naechsten Morgen ging es ueber Gin Gin nach Gladstone (die kleinen Staedte sehen hier alle gleich aus, teilweise sehr amerikanisch oder man fuehlt sich als waer man direkt in einem Vorort vor London). In Rockhampton, der Beefhauptstadt Australiens wurde man auch standesgemaess von uebergrossen Kuhstatuen begruesst. Ansonsten liegt hier wohl der Hund begraben. Und die Stadt kommt einem vor, wie aus Pappaufstellern aufgebaut und irgenwie sehr einfach und naja leblos. Zitat von Pablo(einer der 2 Jungs): wenn wir hier arbeiten, koennen wir n Monat mal nur nachdenken. Das spiegelt ungefaehr das pulsierende Leben der Stadt wieder.
Naja der Plan war ja am Montag auf die Farm zu gehen, aba der Besitzer meinte nun, dass er erst Donnerstag wieder in der Stadt ist, da er auf eine Beerdigung muss. Aba ich weiss auch nicht warum, ich hab irgendwie das Gefuehl, dass es richtig ist zu warten. Nur hab ich keine Ahnung was ich bis Donnerstag hier machen soll. Auf alle Faelle geht es morgen mal ans Meer, hier ist es tropisch warm, denn durch Rockhampton lauft genau die Grenze des Steinbocks, das ist ja die Wendelinie zu dem tropischen Klima. Allerdings regnet es grad, in Australien regnet es fuer meinen Geschmack etwas zu haufig, weil hier Regen auch gleich auf die Stimmung schlaegt. Naja jedenfalls will ich auf diese Farm, und danach entweder nach Melbourne fliegen oder direkt nach Alice Springs. Mein Internetstick funktioniert jetzt auch und ich bin gluecklich mir hier einen kleinen Laptop gekauft zu haben. (Wie abhaengig man doch von diesem ganzen Kram ist)
Zusammenfassung heute: Das Abenteuer auf Frazer war echt super schoen, aba ich habe gemerkt, dass ein Leben ohne Handy-und Internetempfang, ohne Duschen und mit zigtausend Mueckenstichen fuer mich laenger als ne Woche nix ist.
Und sonst so? Ich vermisse meine Waschmaschine, ich finds so ekelich meine Sachen hier in solch alten eklichen Maschinen zu waschen und dann gehen die immer nur ne halbe Stunde, da wird doch nix sauber. Und ich vermisse gutes deutsches Brot und harte Broetchen (obwohl wir auf Frazer dunkles, jedoch wabbeliges Brot mit Kuemmelkoernern hatten (mit Himbeermarmelade auch ne interessante Kombi, alles von ALDI hier). Und ich vermisse meine Wohnung, mein Bett, mein Reich.
Noch was? Ich habe nun einigen Zimmergenossen ne Chance gegeben und ich habe versucht nicht alle ueber einen Kamm zu scheren, aba es geht nicht. Ich mag keine Chinesen!!!! Und Taiwaner und Koreaner und all sowas. Nein nein nein, die gehen mir echt auf die Nerven. Ein Thailaender war sehr nett, aba alles andere, nein, nicht meine Welt!
Also ich denke ich war jetzt ziemlich fleissig mit Schreiben und ich hoffe ich langweile euch nicht und ich freue mich echt immer ueber eure Nachrichten , Kommentare und E-Mails. Ich vermisse euch, aber mir geht es hier gut und ich lerne hier echt die kleinen Dinge zu schaetzen. Jedes Essen, was mal etwas anderes als Cracker und Nudeln ist, wird genossen und bestaunt und ich hab mir heut neue Flip Flops gekauft, die alten hat das Schiffswrack verschluckt, ueber die neuen hab ich mich wie ein Kind gefreut =) Naja sind zwar erst 5 Wochen vergangen, aba ich kann meine Klamotten schon langsam nicht mehr sehen, immer das selbe. Aba was solls. No worries, wa? (australisch-magdeburgerischer Sprach Mix *smile*)
Ich denk an euch, weiss was ich an zu Hause hab und freue mich auf neue Abenteuer aber zaehle auch die Tage bis Weihnachten in meinem geliebten Sydney und mit Kevin. (Lebkuchen und Weihnachtszeug steht hier uebrigens auch schon seit einer Woche in den Laeden) Eure Sandra
Neue Foootooos: http://www.flickr.com/photos/sandra1986/
Nachtrag:
Es geht nach Fraser Island!!! Sonne, Strand und kristallklares Wasser! *freu*
Ueber 4 Ecken Beziehungen fahren wir nun zu dritt am Montag mit nem Auto hoch nach Frazer. Dort treffen wir wohl noch 2 weitere und dann gehts ab auf die Insel. Meiner Farm hab ich geschrieben und ne liebe story erzaehlt und ich kann dann eine Woche spaeter auch noch kommen. Sind eben alle locker hier – no worries eben
Dann hat er mir noch gleich erzaehlt, dass er ein Haus in Noosa besitzt, vielleicht kann ich da was fuer nach silvester klar machen
So schnell geht das mit den Entscheidungen und Umplanungen. =) Da sag nochmal einer, ich waer nicht spontan
Ich freu mich auf die Sonne! Endlich (hoffentlich)…
Vermisse euch aber trotzdem jeden Tag mehr…
Waren gestern im Lone Pine Koala Sanctuary in der Naehe von Brisbane. Das war sooooooooooo toll! Da waren ganz viele Koalas, jeden Alters und ich haette stundenlang einfach nur zuschauen koennen. Bei was? Beim schlafen und beim fressen! So was faules hab ich lange nicht gesehen. Und wenn sie sich bewegt haben, dann auch bitte nur ganz langsam und ja nicht zu weit. Aba allein, wenn ein Koala geschlafen hat, war das schon ein tolles Bild und soooo suess! Habe gefuehlte 1000 Fotos gemacht. Hab auch ein paar wieder online gestellt, einfach auf den selben Link gehen, wie unten schon. =)
In dem Park sind ausserdem noch ganz viele Kangaroos frei herumgelaufen, sodass man sie streicheln konnte und ganz nah an sie heran konnte. Allerdings bin ich nicht so begeistert von denen, die sehen nicht huebsch aus und naja irgendwie nix besonderes. Das einzig faszinierende war, denen zuzugucken beim huepfen. Das sieht echt australisch aus =) Dann gab es na noch Wombats (die sehen aus wie kleine Baeren, koennen aba beissen), Tasmanische Teufel und viele Voegel. Ich aber war nur begeistert von den Koalas. =) Das Highlight war, das ich einen echten kleinen Koala auf den Arm nehmen konnte. Das war ein schoenes Erlebnis. Leider dauerte das nur ganz kurz, genug Zeit zum Fotos machen und schwupps wurde er mir auch schon wieder weggenommen. Naja aba es sind wunderschoene fotos entstanden.. =)
Wie es jetzt bei mir weiter geht? Tja, Ueberraschung wuerd ich mal sagen. Eigentlich hab ich fuer Montag eine Zusage von einer Farm in Rockhampton und dann wollt ich zum Ayers Rock fliegen. Aber ich hab auch Lust mal ans Meer nach Fraser Island zu fahren und ne Woche einfach mal endlich Sonne sehen und erst dann auf ne Farm oder erstmal Fruit Picking machen. AHHH viel zu viele Moeglichkeiten, viel zu viele Entscheidungen. Macht ja auch Spass, einfach so frei zu sein, aber welcher Weg ist nun am besten?? Fortsetzung folgt…
… von wegen, leider erwische ich bis jetzt viel zu viele Regentage hier =(
endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir. =)
Ich hatte eine wunderschoene Woche im Surfcamp im Spot-X unterhalb von Byron Bay. Endlich am Meer, endlich am Strand. Der Anfang war allerdings nicht gerade ein Traumstart. Frueh um 6 startete der Bus von Sydney in Richtung Norden und ich sah meine ersten Kangaroos, leider alle nur tot am Strassenrand, so wie bei uns die Hasen. Aba schon bald sah ich auch Lebende auf den Wiesen und ganz viele Wallabys, als auch viele bunte Papagein in den Baeumen. Schon ungewohnt, aba einfach nur schoen anzusehen. Naja als wir im Camp ankamen, war es grau, es regnete und es war saukalt. Aba das stoerte die Surflehrer (zwei von Hawaii, die sahen schon aus wie n Surfbrett persoenlich) herzlich wenig und so ging es auch gleich ab ins Wasser und aufs Board. Und so ging es jetzt jeden Tag 2 mal 2 Stunden, gegen die Wellen kaempfen. Aba ich stand drauf und kann sagen, ich kann surfen ( n bisschen zumindest) Naja aba meistens stand ich nur auf den Knien, das war aba auch schon cool, auf so nem Board sich ueber die Wellen treiben zu lassen. Es ist wirklich anstrengend und so blieb ein ordentlicher Muskelkater natuerlich nicht aus. Trotzdem muss man glaub ich dafuer n Wassermensch sein, war es mir doch meist zu viel Wasser ueber und unter mir und dann immer mit dem Board an nem Band um das Bein geschnuert.
Da bekam man schon das ein oder andere mal n bisschen Panik, wenn die Welle kam und das Board einen aufm Kopf schlug. Ansonsten war die Woche auch so ein voller Erfolg. Ich hab super tolle Menschen kennen gelernt und wir hatten viel Spass bei den leckeren Mahlzeiten ( ich LIEBE Banana Bread, das is soooo lecker, das moecht ich in Deutschland gebacken bekommen (an Mama
) und Tim Tam Explosions ( das sind Schokokekse, die man an 2 Enden abbeissen muss und durch n heisses Getraenk zieht und dann isst, soo lecker und der Zuckerschock ist garantiert). Lagerfeuer, Gitarrenmusik und lange Strandspaziergaenge durften natuerlich auch nich fehlen. Ein Highlight war noch, eines Abends am Steg zu sitzen und aufs Meer zu schauen und das Meeresleuchten zu sehen. In regelmaessigen Abstaenden schwamm in den Wellen dieser Plankton mit (guckt bei Wikipedia nach, wie das genau zusammenhaengt ^^) und die gesamte Welle erstrahlte in einem wunderschoenen neon-blau. Das sah so fantastisch aus, das kann man gar nicht beschreiben und mit nichts vergleichen.
Ein lustiges Erlebnis war auch, dass sich eines nachts ein Possum in unser Bungalow geschlichen hat und vor meinen Augen meine Banane geklaut hat und damit abgehauen ist. Andy (ein Englaender aus meiner Gruppe) und Patrick (ein Camp Mitarbeiter) und ich (die drei letzten, die noch wach waren, wie immer
)standen dann fasziniert unter dem Baum und sahen dem Possum dann 20 Minuten begeistert zu, wie es die Banane wegschmatzte. Das sind echt einzigartige Momente und genau dann weisst du, dass du alles richtig gemacht hast und das es gut ist, hier zu sein.
Leider ging diese Woche wieder mal viel zu schnell vorbei und weiter ging es mit dem Bus nach Brisbane. Ich hab es ein wenig bereut nicht noch 2 Tage mit den anderen in Byron Bay direkt, einem kleinen Partystaedtchen und Surferdomizil geblieben zu sein. In Brisbane angekommen wusst ich noch nicht einmal wo ich denn die Nacht verbringe, konnte aba schnell fuer 2 Tage ein Hostel dort buchen. Das war nich so das Highlight und so zog ich in das mir inzwischen vertraute YHA Hostel (dort war ich bereits in Sydney) und das ist einfach nur schoen dort , mit einem atemberaubenden Blick auf Brisbane (nur bei Nacht toll, ansonsten find ich die Stadt grau und ohne Flair).
Deshalb bin ich froh hier schnell weg zu kommen und warte jetzt nur noch auf ne Antwort von einer Farm. Wenn ich bis Montag nix hab flieg ich weiter in den Norden oder gleich rein nach Alice Springs. Hab hier auch wieder super tolle Menschen kennen gelernt und meistens sitzen wir abends noch auf unserer Dachterasse im Hostel und geniessen den Ausblick. Ein Schweizer, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist hier, hat mir folgendes mit auf den Weg gegeben: Mach hier alles mit Gemueueueuetlichkeit (sieht das scheisse aus ohne dem richtigen ue), dann kann dir die Erfahrung hier am meisten geben. So einen Menschen, der so viel Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und auch noch so langsam gesprochen hat, hab ich auch noch nie getroffen
Ich muss zugeben hier in Brisbane hat ich das erste mal auch ein wenig doller Heimweh, hier regnet es zu viel und alles ist grau und recht kuehl und wenn du dann keinen Plan hast, wie es weiter geht und dann dich irgendwas an zu Hause erinnert, dann muss man doch schon einmal mehr schlucken.
Und wieder einmal hab ich gemerkt wie schnell das hier alles geht. Man lernt Menschen kennen und kaum hat man sich an sie gewoehnt und faengt an sie zu moegen, sind sie auch schon wieder weg. Du lernst Leute kennen – und bist wieder allein – du lernst Leute kennen und bist wieder allein… und so musst du immer wieder von vorne anfangen, das ist zwar interessant und aufregend aber auch sehr anstrengend und unruhig.
Das solls erstmal gewesen sein von mir, ich vermisse euch alle, denke ganz oft an euch und freu mich immer, wenn ich Nachrichten von euch bekomme =)
Noch was: der Lieblings-Brotaufstrich der Aussies, das Vegemite, das schmeckt ganzt doll fuerchterlich und pfuiii! ABER ich werde am Ende meiner Reise ein grosses Glas kaufen und es mit nach Deutschland bringen, damit ihr alle etwas davon habt und ihr euch daran erfreuen koennt. Ist das nicht lieb von mir? Ich denk schon =)
Ein paar neue Fotos gibt es auch noch fuer euch:
http://www.flickr.com/photos/sandra1986
Bis ganz bald,
eure Sandra
Hier der Link zu meinen Fotos, es dauert soooo ewig hier mal ein paar hochzuladen, deswegen muessen die erstmal reichen … =)
… ja das geht mir jetzt schon auf den keks. An jeder ecke und in jedem geschaeft und einfach ueberall wird man das hier gefragt. Soll ja nett gemeint sein, aba naja, man kanns auch uebertreiben
Ansonsten hab ich mich jetzt hier in sydney richtig gut eingelebt. Ich hab jetzt eine Bankkarte, eine Steuernummer und eine australische Handynummer (0405442119) – falls ihr mir mal schreiben moechtet =) Und die Stadt ist einfach traumhaft – so voller Leben und 1000 schoenen Ecken. Habe auch schon meinen Lieblingsplatz hier gefunden, am Darling Harbour. Das ist ein Hafen mit einer superschoenen Aussicht und vielen kleinen chicen Bars und Restaurants. Aber auch an der Oper ist es wunderschoen und grade abends bei Sonnenuntergang (18 Uhr ist es hier schon stockdunkel) sieht es schon beeindruckend aus. Am Bondi Beach war ich auch schon, ein herrlicher Surfer-Strand, besonders fruehs um 5 bei Sonnenaufgang. Habe mich auch sehr fegreut das ich direkt an diesem Strand vom 24.12. bis 02.01.2011 noch ein Doppelzimmer fuer Kevin und mich buchen konnte. Das ist echt der wahnsinn =) Voll schoen da. In Sydney war alles bereits ausgebucht oO Krass, das haett ich nicht gedacht, umso mehr war ich stolz auf mich doch wenigstens in der Naehe noch was gefunden zu haben. =)
So nun zu meinem Plan: bis Montag bleib ich noch hier in Sydney und geniesse meine heiss geliebte George Street und den Botanischen Garten. Dann geht es Montag frueh um 6 mit dem Bus nach Byron Bay, wo ich 6 Tage lang einen Surfkurs machen werde. Da freu ich mich schon voll drauf. Danch geht es nach Brisbane und dort treff ich mich mit Mario (aus meiner Akademie aus MD). Das war mal eine Ueberraschung, als ich hoerte dass Mario immernoch in Australien ist und wir uns ja mal treffen koennten. Von dort aus versuch ich eine Fruit Picking Farm zu bekommen, um anschliessend nach Alice Springs fliegen zu koennen. So der Plan. Aber wie so oft, kommt es ja bestimmt eh anders… ^^
Das Nachtleben haben wir (wir= Joana, Anna, Dario, Jonas, Max und ich) auch schon erkundet. Lustig wenn die Tuersteher erstmal den Reisepass untersuchen und den 5 mal drehen um zu gucken, wo denn nun der Name und das Alter steht xD, eigentlich muessten sie doch wissen wie so ein Reisepass funktioniert
An den Linksverkehr hab ich mich auch schon (fast) gewoehnt, ich gucke jetzt jedenfalls schon instinktiv immer nach rechts zuerst, ist bei dem Verkehr hier auch eine lebenserhaltende Massnahme
Zum Schluss noch ein paar Weisheiten der letzten Tage:
Lerne von Tag zu Tag zu denken und dich ueber noch so jede schoene Situation am Tag zu freuen (es gab/gibt genug Momente, wo ich dachte, scheisse, wie geht das jetzt hier weiter). Man darf nicht zu weit in die Zukunft denken, weil es da nur Fragezeichen gibt und man wird verrueckt, wenn man darueber nachdenkt, aba gleichzeitig muss man sich auch n Plan machen und jedem Tag n Ziel geben und schauen, dass man alles zeitlich und finanziell unter einen Hut bekommt (mit anderen Worten, man muss eigentlich ein kleines Genie sein
)
Und man muss lernen, Erinnerungen nicht auf einem Memorystick zu speichern, sondern im Herzen (mir wurde nach einer Woche hier die Kamera geklaut *wein*, alle Fotos von Berlin und vom Flughafen und so weg =( Naja, hab jetzt eine Neue und die macht viel bessere Fotos. Aber natuerlich gibt es in ganz Sydney keine Casios, da guckten die mich an, als haett ich nach sonstwas gefragt, also kann ich meine ganzen Ersatzakkus nicht mehr gebrauchen, dabei hatt ich die so schoen gebunkert… Mhhh naja weiter gehts … ^^
Und die letzte Weisheit zum Schluss: Manchmal rettet einem ein Chai Latte den Tag, danke Max
In dem Sinne lasst es euch gut gehen, vergesst mich nicht und ich melde mich sehr bald wieder =)
Vermisse euch,
eure Sandra
Hallo ihr Lieben,
jaahaa mein erstes Lebenszeichen aus Australien!!!! =)
20 Stunden im Flugzeug ueberstanden, eine Stunde die Zeit in Singapur totgeschlagen und doch endlich angekommen… Als ich am Hostel ankam, frues um 6, dacht ich mir: ok, danke das reicht, genug gesehen, ich komm dann mal wieder zurueck! Wo geht der naechste Flieger nach HAuse? Aba auf solche Gefuehle darf man einfach nicht achten und weiter gehts! Leider durften wir erst nachmittags um 1 in unsere Zimmer und so schlossen wir unser Gepaeck ein und stuerzten uns direkt in die Hektik der Grossstadt… 1000 Eindruecke aufeinmal, nur fuehlt es sich noch nicht so an als waer ich wirklich in Sydney, AUSTRALIEN… es ist eher so, als wuerde ich n ausflug in Deutschland machen… hab das noch nicht so realisiert alles. Noch dazu dreht sich manchmal alles und ich fuehle mich wie auf nem Schiff und als ob ich noch fliege… ist aba normal, hab ich gehoert ^^ Dann noch schnell das erste Paeckchen Instant-Nudeln und das teuerste KitKat ever gekauft, damit auch ja das richtige Backpacker Feeling aufkommt =)
… als ich vorhin mit den anderen aus meinem Hostel am Opera House sass, dacht ich zum ersten mal, was machst du hier eigentlich und warum das alles? Hab ich mich seit Mooonaten darauf gefreut und fand es immer toll, einfach loszufliegen und nichts zu planen und nicht zu wissen, wann mit wem wohin zu gehen…. so ist das jetzt mein groesstes problem. Die meisten die ich bisher kennengelernt hab, sind zu zweit hergekommen und ich wuerd schon einiges drum geben, zu wissen wie es weitergeht… N bissl Sicherheit is eben doch ganz nett
Naja, jedenfalls hab ich mich neu verliebt, in Sydney – eine traumhafte Stadt mit Businessleuten wo man nur hinschauen kann, dementsprechend gross ist auch die Hektik hier (also noch nix von der ach so gross angekuendigten Gelassenheit der Australier bemerkt ^^)…Aba einfach nur geil! =)
Ich denk ich werd die naechsten 1, 2 Wochen erstmal in Sydney bleiben und ja dann…
…und es ist schweinekalt hier!!! =( UND n Haufen Klimaanlagen – das is ja genau so wie ichs mag =/
ich werd jetzt mal versuchen schlafen zu gehen und von meiner Couch mitm TV davor traemen
Alles grad noch etwas komisch aba im Grossen und Ganzen bin ich froh, dass es endlich losgeht und es ja nur besser werden kann…
Vermisse euch und denk an euch!
Eure Sandra